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Politischer Hintergrund


Mit der Entschließung des Nationalrates vom 12. Dezember 2001 trat die „Österreichische Sicher­heits- und Verteidigungsdoktrin“ in Kraft, die den Grundstein für die Einrichtung des Strategischen Führ­ungs­lehrgangs legte. Der Nationale Sicherheitsrat hat entsprechend dem Beschluss der Bundesregierung vom 9. Februar 2002 die konkrete Umsetzung des Strategischen Führungslehrgangs gefordert. Eine intermini­sterielle Arbeitsgruppe wurde gebildet, die neben Vertretern aus dem Bundeskanzleramt auch mit Vertretern aus folgenden Ministerien besetzt wurde:
Bundesministerium für Inneres, Bundesministerium für auswärtige Angelegenheiten, Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur, Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit und dem Bundesministerium für Landesverteidigung. Unter dem Vorsitz des Bundeskanzlers wurde in der Ministerratssitzung vom 20. Dezember 2002 der Vorschlag angenommen, die Landesverteidigungsakademie mit der Planung, Vorbereitung und konkreten Durchführung des Strategischen Führungslehrganges zu beauftragen. In enger Zusammenarbeit mit dem Leitungsgremium, in dem die jeweiligen Ministerien und das Bundeskanzleramt vertreten sind, wurde das Lehrgangskonzept endgültig fixiert, und die ersten Teilnehmer wurden nach einer Ausschreibung ausgewählt. Die Vorarbeiten des Leitungsgremiums, des Kommandanten der Landesverteidigungsakademie und des Projektteams ermöglichten den Start des ersten Strategischen Führungslehrgangs im April 2004. Welchen Stellenwert der Lehrgang hat, belegt die Weisung des Bundesministers für Landesverteidigung und Sport vom 9. Juli 2003, in der festgehalten wird, dass „alle ressortinternen Stellen den Kommandanten der Landesverteidigungsakademie und das von ihm einzuteilende Projektteam bei der Schaffung aller notwendigen Rahmenbedingungen für den Strategischen Führungslehrgang bestmöglich zu unterstützen haben. Inzwischen bilden die über 300 Absolventinnen und Absolventen das aktive Netzwerk des Strategischen Führungslehrgangs, die Strategic Community.